Auch Kaltblüter können

beherzt und stilvoll springen

Dies haben Haflinger und Freiberger am Final des Säntis-Cup am 12. Oktober 2003 in der Reitsportanlage in Elgg bewiesen. Der von Fritz Heinze im Frühjahr ins Leben gerufene Säntis-Cup bewies dies in den vier Qualifikationsprüfungen (Kriessern, Häggenschwil, Sulgen und Balgach) und im bestens organisierten und präsentierten Final in vollem Masse.

Am Morgen starteten die beiden Kaltblüter-Rassen in freien Prüfungen leichter und schwerer Kategorien. Da gab es keinen Neid, keine verbissenen Reiter und keine hässlichen Worte. In guter Stimmung ritten die 40 Teilnehmer mit gesundem Ehrgeiz und gutem Teamgeist zwar teils mit "Tenue mangelhaft" aber als faire Kämpfer einen von Paul Weier toll gebauten, sehr wendigen Parcours. Da sah man wirklich schöne Ritte mit überlegener Linienführung; andererseits war einigen sicher bewusst, dass sie mehr an der Begrenzung mit dem äusseren Bein arbeiten müssten – gab es doch etliche "Schleuderwendungen". Sympathisch wurde die erneute Startmöglichkeit aufgenommen, nach einem Ausschluss im ersten Durchlauf den Zweiten doch noch - zu Übungszwecken und ohne Klassierung - zu absolvieren.

Meisterlich lösten alle Sieger die an sie gestellten Aufgaben: Helen Ruoss mit ihrem Haflinger Achilles, Philipp Schmid in der Freibergerstufe leicht und Manuela Helbling mit Ilona in der Prüfung Freiberger schwer. Der Preis war eine Fahrt mit Frühstück auf den Säntis, obwohl eine Stimme aus dem Publikum meinte, ein Heubad für Pferd und Reiter als Team auch eine Möglichkeit gewesen wäre, denn der Mit-Gewinner ist ja wohl das Pferd.... Es wird dem Kaltbülter ja viel Nervenstärke zugetraut, aber es ist kaum zu glauben, dass ein solcher für einen "Alpe-Chrütli-Zmorge" in eine Schwebebahn steigen würde, nicht wahr !!

Die Einlaufprüfung gab den Finalteilnehmern die Möglichkeit, ihren Pferden die Ambiance der Halle zu zeigen. Dieser anspruchsvolle Hindernislauf selektionierte zügig und machte die Reiter in einem gesunden Masse nervös, was einige zu hektischen Ritten verleitete. Der Final sollte ja auch zeigen, dass die Teams (Pferd und Reiter) vielseitig begabt und versiert seien, im Freien wie in der Halle. Der Preis für die besten war denn auch ein entspannendes Bad im Säntis-Park!

Fair und korrekt waren danach auch die effektiven Höhepunkte des Tages, die Finalläufe. Die wunderschön präsentierten Haflinger erledigten das mit einem klaren Doppelnuller-Ritt in beiden Durchgängen von Leni Alder mit ihrem Nico. Mirjam Spalinger ritt mit Nile zwar die bessere Zeit, zeigte aber leider Nerven mit einem Abwurf. Gratulation an die besten Haflinger-Reiterinnen im Säntis-Cup FINAL 2003!

Richtig spannend wie bei einem grossen Turnier wurde es beim FINAL in der Kategorie Freiberger. Nur zwei Teilnehmer verzichteten auf den zweiten Lauf, weil die Harmonie einfach nicht stimmte. Susanne Wagner bügelte mit einem starken zweiten Lauf die Abwürfe und das "Vergessen des Parcours" im ersten Durchgang aus. Aus beiden Umläufen bildete sich mit zwei Null-Fehler Ritten und einem Abwurf ein Trio mit vier Punkten. Obwohl dann eigentlich die Zeit den Ausschlag gegeben hätte, gaben die Organisatoren, die Jury und Paul Weier den drei Frauen die Möglichkeit zu einem Stechen. Was sich schon aus der Summe der Qualifikationsläufe abzeichnete, sollte sich tatsächlich in Elgg bewahrheiten. Souverän und mit einem eisernen Willen das Beste mit ihren Pferden zu erreichen, lösten sich Birgit Enz und Regina Schmid in der Reihenfolge aus den ersten Durchläufen ab; Martina Stark mit ihrem Cocktail aber blieb bei dieser Aufgabe die Beste und Schnellste. Gratulation an die Siegerin des ersten Säntis-Cup Finals 2003 in der Kategorie Freiberger. Sie durfte den begehrten CUP nach Hause tragen!

Gerne verteilte Paul Weier die Sieger- und Ehrenpreise und lobte mit einem herzlichen Händedruck die gezeigte Leistung. Auch Fritz Heinze zeigte sich begeistert über den reibungslosen Ablauf dieses familiären, fröhlichen Anlasses, hält ihn für erfolgreich und sehr ausbaufähig, um die sportliche Aktivitäten der Haflinger und Freiberger zu fördern und entschuldigte sich beinahe, dass die Ausschüttung der Preise fürs Erste noch nicht mega waren, obwohl dieser Sonntag ganz sicher das Attribut mega-super verdiente.

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