4. Winter Freibergertag am 8. Januar im Reitsportzentrum Elgg
Faszination winterharte Freiberger
Ein ungewohntes Bild zeigte sich am Sonntagmorgen vor Paul Weier’s Reitsportzentrum in Elgg. Etwa 15 Pferde vergnügten sich zusammen auf dem hartgefrorenen Anreite-Viereck, spielten mit einem Tannzweig oder knabberten am Eis. Beim näheren Hinsehen erkannte man sie klar: alles Freiberger!
Cool und klar im Kopf
Diese Kaltbülter waren es auch, die in der Reithalle in Elgg dominierten. 110 Startende in vier verschiedenen Anforderungs-Stufen lösten die von Bruno Isliker gestellten Geschicklichkeitsübungen in hervorragender Teamarbeit. Klar wollten die Konkurrenten an den 10 Posten möglichst viele Punkte sammeln; im Vordergrund stand aber durchwegs, dass das kameradschaftliche Miteinander besser zum Ziel führte. Da sah man Pferde mit losgelösten Zügeln gutmütig an einem Apfel kauen, während der Reiter sich mit einem Besteck abmühte. Gelang ein Podest-Auftritt mit der Vorderhand nicht, erkannte die Reiterin klar, dass ihr Freiberger lieber das Gesicht zum Geschehen gewandt hätte und ging die Übung von der andern Seite an. Überhaupt wurde mit stoischer Geduld mit Bällen gezielt, Pneus gerollt, Kuhglocken geläutet und Bälle mit dem Hinderteil runtergeschubst, während andernorts Flaschen flogen und Hindernisse gesprungen wurden. Es gab wohl einige nervöse Hüpfer – wie bei jeder Rasse - die Ersatznerven kosteten, aber im Grossen und Ganzen zeigten die Teilnehmer des Freizeitanlasses, warum dieser so beliebt ist und bereits zur vierten Austragung gelangte: Die Faszination, etwas mit Freude und Ausdauer zusammen zu erarbeiten!
Beste Unterhaltung
Die Organisatoren und alle einsatzfreudigen Isliker-Freunde lockten mit diesem familiengerechten, gut durchdachten, einfach strukturierten Anlass ein breites Freizeit-Publikum an. Unbürokratisch konnten sich zum Beispiel am Sonntagmorgen noch letzte Teilnehmer anmelden und sich zu diesem Schritt beglückwünschen, denn Jeder erhielt dank grosszügiger Sponsoren einen Preis.
Für die Zuschauer waren die Ritte spassige Zugabe, die Reiter wurden von den Anspornrufen beflügelt, und das Kinderreiten war ein herrlicher Augenschmaus. Dieser Anlass brauchte wirklich kein Showprogramm!
Dankbar konnte man sich im geheizten Restaurant einfach und günstig verpflegen. Am Buffet merkten sie aber schon, dass draussen und auf den Tribünen Winter herrschte: die gereichten Fünfliber waren eisig kalt!
Spezialfreude
Besondere Freude bot die Führzügel-Klasse. Dieser Eifer der Kleinen, diese Freude in den Gesichtern, ein Dreikäsehoch mit eigenem Transparent, dieses Leuchten in den Augen bei der Übergabe der ersten, eigenen Pferdeschleife, das muss man einfach gesehen haben und im Herzen bewahren, denn das werden die Reiter von morgen sein!