Erst noch haben wir an Ideen für Spiele und Dekos getüftelt und schon ist der Patrouillenritt wieder Vergangenheit. Zeit fürs OK, um sich einige Gedanken zu negativen und positiven Erfahrungen zu machen.
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Der grosse Manitu dachte sich wohl: Diese Gruppe mit den vielen gutgesinnten Reitern und den mutig mitmachenden Pferden zaubern immer fröhliche Gesichter; so schenke ich ihnen für diesen Ritt das grösste Gut: Gesundheit für Mensch und Tier. Das Wetter scheint unwichtig für die Leute, Spass haben die sowieso, also sorge ich mich um die vertrocknete Natur…. Eigentlich war der Gedanke okay, soviel und so permanent wäre aber nicht nötig gewesen, denn die Skalpe von Posten 1 sahen gegen Mittag echt triste drein und die Eisfischer wurden zu Dreckfischern. Dass wir trotz Wetterlage für eine Galoppstrecke sorgten, wurde wirklich gutgeheissen, obwohl die Wiese nachher wie ein leerer Kartoffelacker aussah. Der nächste Posten hiess „bei den Holzfällern“. Soll man wirklich nur Föhrenzapfen zielen und wissen welches Holz zum anfeuern gebraucht wurde? Nein, da liegt ein Beil, das nehmen wir doch mal mit, wer weiss… Wir wissen es immer noch nicht, weshalb viele Patrouillen diesen Gedankengang hatten. Schwierig war das lange, beladene Travois vorwärts, aber vor allem rückwärts zu manövrieren. Da half auch hüpfen wie ein Irrwisch und Aussprüche wie „Mami, du muesch do dure“ nichts, wenn rechts und links schon ein Problem war. |
Jedem Pferd bringt man bei, nicht in
unbekannte Gewässer zu stehen. Da blieb nur eine Wahl – den Rio Pedro (blauer
Teppich) zu überspringen, nicht wahr.
Damit sich nicht alle Postenhelfer die Finger wund schabten bei den Fesseln (83
x) montieren, kam ein spontaner Vorschlag: während unserm Mittagessen geben wir
einfach allen Patrouillen gratis 31 Punkte!
Die Wegbezeichnung verlief in der Regenrinne, also flutsch und weg, oh Schande.
Der Weg zu Posten 8 wurde von 2 Patrouillen gar nicht gefunden! Dabei war gerade
dort Feinfühligkeit angesagt. Eklige Spinnen und Schlangen mussten aus dem
Becken gefischt werden, damit das Wasser fürs Trekking sauber war. Wer weiss
immer noch nicht, wie viel Wasser ein Pferd täglich braucht?
Absatteln und wie die Indians aufs Pferd? Dies wurde nicht wirklich mit
Begeisterung getan mit all den Regenschützen, und nachher war erst noch der
Sattel nass. Die Umkreisung um Lucky Luke artete aus in einen Regentanz, wäre da
nicht der Viehzaun gewesen… tja, Regen hatten wir wirklich genug, von jetzt an
gab es Feuertänze!
Hier noch einige Highlights:
- Gleich zu Beginn spritzt ein Pferd in der Pfütze beide Helfer voll.
- Das Volten drehen zum Fische aufhängen wurde als Reitstunde bezeichnet.
- Wenig Stau, keine Hetze, wir kommen gerne wieder
- Nur eine Absage wegen Verletzung im Vorfeld und nur eine Patrouille kam nicht.
- Wir sahen sogar jemanden den ganzen Parcours ohne Sattel reiten…
- Wurde am Start ein guter Preis für den Sklaven ausgehandelt? Der arme Kerl
hätte sonst sicher die ganze Zeit mitlaufen müssen….
- Erst war die Bouillon heiss und die Ersatzkleider trocken. Nach Auslaufen der
Thermoskanne waren Bouillon wie Kleider für den durchfrorenen Helfer
unbrauchbar.
- Ganz lieb war, dass wir von verschiedenen Seiten Fotos vom Anlass erhielten.
- … und die Geschichte vom Kaktus-Peter wollen wir nicht öffentlich erzählen,
aber Insider werden grinsen, wenn sie sich an die fliegende Dekoration spät
nachts erinnern…..