Nachlese 4. Winter FM Tag 2006
Kinderreiten
Die fetzige Untermalungsmusik (Raggenbass) zeigte Früchte; die Kinder hopsten strahlend zur Musik und hätten wohl gerne die schnellere Gangart gewählt. Ein kleiner Schoggi- oder Wärmebeutel-Schneemann war die Belohnung und ein glücklich eingeprägter Satz: Mami, sie hat gesagt ich hätte einen prima Sitz!
Uns negativ aufgefallen ist…
Warum setzt eine Bezugsperson in der Stufe Führzügel das verängstigte Kind auf ein scheuendes, unsicheres, junges (zweieinhalb) Pferd, nachdem es draussen schon im freien Ungestüm die Strasse entlang gefegt ist? Isliker hat die Not des Kindes und des Pferdes klar und rechtzeitig vor dem Start erkannt und gewährte allen die ruhende Auszeit: dem Pferd das Schnausen am Hafertrog, dem Kind das Absteigen und Streicheln des Pferdes vom Boden aus (plus Trostpreis) und der Führerin ein klärendes Gespräch. Müssen wir wirklich das Alter der Pferde und der Kinder – eventuell auch der Führer – limitieren oder eintragen lassen?
Zwischen schlecht und gut
ist klar unsere „Pechvögelin" Moni Strehler. Mies…. Nach der Würfeliabgabe bei Übernahme von Emira (das Pferd nahm mehr als den Würfel) machte die Teilnehmerin eine Verband-Faust und absolvierte den Parcours mit dem nötigen Zähneknirschen trotz Veto der Sanität. Super…. Zur Rangverkündung war sie lachend, rechtzeitig und fingerhochhaltend von der Spitalbehandlung zurück. Mit „Biss" erreichte sie immerhin den 10. Rang. Give me five – oder besser 4 ½!
Positiv gewertet von uns….
Die Pferde kamen gut vorbereitet nach Elgg. Die Fortschritte werden von Jahr zu Jahr besser sichtbar und erfreuen uns im OK speziell, denn es bestätigt den richtig eingeschlagenen Weg, auch mit den oft belächelten sturen Freibergern anspruchsvolle Ritte zu zeigen. Auch wenn das Herantreten an die Spiele dem Pferd absolut „wider die Hufe" ging, war die Geduld meist gross geschrieben. Speziell möchten wir an dieser Stelle zwei Reiterpaaren Ersatznerven verteilen.
Ganz super fanden wir, dass unser Anlass zum ersten Mal von der Presse besucht wurde. Wohlwollend fiel denn auch nach langen Gesprächen der Bericht in der Pferdewoche aus.
Abschliessen möchte ich diese Nachlese mit einem sehr treffenden Zuschauerspruch nach einem tagsüber gehörten Musiktitel:
Marmor, Stein und Eisen bricht, aber diese FRIBI’s nicht!