Nachlese 1 Patrouillen-Ritt 2009

Es war wie immer ein Gaudi und auch intensive Arbeit, themengerechte Spiele auszuprobieren und auszuschmücken. Diesmal unterstützten uns einige Helfer echt mit eigenen Ideen – so verteilte sich die Traglast der Verantwortung nicht nur auf den Schultern des OK . Es machte richtig Spass, und alle wissen genau, wie die Spiele abzulaufen haben und wie die Punkteverteilung funktionierte. Ein Stichwort (Saloon, Whisky-Lager, Lazarett, Totengräber) und Material, Dekoration und Ablauf passten perfekt.
Der sportliche Western-Stunt begeisterte Jugendliche und natürlich Frauen! Warum? Diese ermahnten nämlich ihre Partner ultimativ, einen Salto zu riskieren wegen der hohen Punktezahl. Bei 37 Patrouillen wurde der Mut belohnt - sie bekamen hier die Höchstnote… und sensationelle Fotos ausgedruckt.
Beim Horse-Memory gabs gleich zum Start ein Krisenmanagement. Es waren ja keine Karten auf dem Tisch, sondern laminierte Bilder in einem Rahmen. Die Motive schienen durch. In aller Eile wurde Farbspray aufgetrieben und Abhilfe geschaffen. Der Wind erschwerte die Aufgabe enorm. Trotzdem schaffte es eine Patrouille tatsächlich, alle Paare zuzuordnen.
Für all die liebevoll zusammengetragenen Details im Hospital konnte kaum ein Auge erübrigt werden, da innerhalb der Zeitlimite (5 Minuten pro Posten) eine „Urinprobe“ versucht, ein Krankentransport mit Hindernissen gelaufen, Kräuterzuordnungen und zwei Wundränder zusammengenäht werden mussten. Alle Pferde genossen hier die sprichwörtliche Ruhe des Pferdehalters Walti, der gelassen und fröhlich den Vierbeinern zusprach, während die Reiter eben diese Aufgaben lösten.
Der Trekking-Einkauf am Gemischtwaren-Wägeli war nicht so einfach wie es schien. Einheitssäcke erforderten Tastgefühl, und das Überangebot an Whisky irritierte schon – auf einen Ritt nahm man ja kaum Flaschen mit. Dafür halfen die lästigen Fliegen. 20 Stück auf dem Teller verrieten eigentlich sofort den Zucker.
Gemein war der Bewegungsmelder! Konnte man endlich nach einem Stau Richtung Posten reiten, scheuten die Pferde vom Grunzgeräusch. Einzige Lösung: ignorieren und lachen! Der vermutete Schwachpunkt (Batterie-Tonband im Wald) war keiner. Die Stimmen von Wolf, Rabe und Bär waren klar, beim Wildschwein reagierten die Pferde meist wieder, aber Präriehuhn, Adler, Kauz und Heuschrecke? Naja, hierzulande trifft man sie ja kaum alle.
Harasse stapeln bei den Whisky-Fabrikanten? Wenn das Pferd munter mitmachte ging das ja top. Aus was wird Whisky gebraut? Besser selber trinken…..und bei dieser Bedienung (mit Mascherl dran!) erst recht.
Das Gespenst am Galgen befreien, einsargen und Richtung Grab transportieren und währenddessen auch noch Utensilien des Totengräbers benennen! Buhh! Irgendwie hat der „schwarze Mann“ (mit Handy in der Tasche!) ein falsches Meterband erwischt – der Sargdeckel konnte nämlich nie geschlossen werden!
Für Western-Patrouillenreiter sind Saloon-Türen kein Problem, da marschiert man meist durch – auch anno 2009. Eine Minute im Kreis rennen, Flüssigkeit einschenken und mit dusseligem Kopf servieren? Schon kniffliger. Mit Patronen Flaschen schiessen? Das gehört im Westen dazu, ebenso den Spucknapf treffen! Nur 5 Frauen trafen ihn…wow! Männer, übt schon mal mit Spucke, sonst wächst 2010 bei Hans Wüthrich ein Bohnenfeld auf dem Hausplatz!!
Zur Schätzfrage: Der Hafersack war voll – so etwa 2,480 Kg – Bitte hochrechnen: 2000 Stück wiegen 66 Gamm, aber die genaue Zahl kannte nur einer….. gut musste diese erratene Menge nicht den Ausschlag geben bei Punktegleichstand!

 

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