Leidenschaftliche Freiberger in Elgg

Trotz eisiger Temperaturen entwickelten im Reitsportzentrum NM-horses Elgg an die 90 Freibergerpferde unter Bruno Isliker’s Regie volle Leidenschaft für Geschicklichkeitsspiele. Heissblütig wurde aus den Nüstern geschnaubt, dass die Vermutung nahelag, in der Reithalle würden gleich feurige Drachen abheben…..

Ganz klar abgehoben waren denn auch die phantasievollen Spiele in den verschiedenen Prüfungen. Isliker‘s Ideenreichtum zeigte eindeutig sein Einfühlungsvermögen in die liebenswerte Kaltblutrasse; mal ruhig, mal flink mussten Pferde wie Reiter ihr Können unter Beweis stellen, bevor die Belohnung winkte in Form eines ausgelassenen Trabs oder Galopps, um dann den mitgetragenen Apfel zu essen, während der Kopf mit einer Pferdeschleife verziert wurde.

Als Zuschauer erhärtete sich der Eindruck, dass die Spiele im Geschick teils zügig locker angeritten und gelöst wurden, teils aber auch anspruchsvoll waren und doch rege selektionierten. Das Lenken der Pferde an ein Hindernis beherrschten recht viele korrekt und war wohl in diesen 8 Jahren der Durchführung die erste und wichtigste Übung für Pferd und Reiter zum Ziel. Das Stillstehen hingegen auf einer kurzen Matte mit allen vier Pferdefüssen war wirklich schwierig – Geduld brachte den Reiter eher ans Ziel als verbissene Ungeduld und wütende Verzweiflung. Unterschiedliche Geräuschpegel musste man einhändig mit durchhaltender Hand ausgleichen und Bewegungen von Bällen, Stiefeln oder Schirm dem Blickwinkel des Pferdes anpassen, während die andere Hand z.B. geschickt einen Schneemann auf dem Schlitten eine Rampe hochzog.

Bei der Führzügelstufe zeigte sich hingegen ein vollkommen anderes Bild. Da die Freiberger kompetent geführt wurden, konnten sich die Kleinsten voll auf die Spiele konzentrieren und mussten sich nicht mit scheuenden oder rückwärtstretenden Vierbeinern abmühen. Hier lief der Parcours meist fliessend ab mit freudigen Kinderaugen über jede gelungene Übung mit den eifrigen Händchen.

Um die Siegerplakette zu erringen mussten über hundert Punkte erkämpft werden. Die Zeit war nur bei einem Paar mit gleicher Zahl entscheidend und mit 11 Minuten
grosszügig bemessen. Grosszügig waren auch die Preise, die dank vieler Sponsoren in grosser Zahl zum Aussuchen bereitstanden.
Für zwei Frauen aus dem Emmental lohnte sich die weite Anfahrtsreise voll. Sie belegten mit demselben Pferd Rang 1 und 2. Gute Gene liessen sich auch bei Familie Wüthrich aus Jakobstal ausmachen. Ihr Name tauchte gleich drei Mal in den vorderen Rängen auf.

Um die Umrahmung des gelungenen Pferdefestes zu vervollständigen, verdiente auch das Gratis-Kinderreiten, die Top-Parkordnung und die feine, leistungsfähige Restauration mit ihrer originellen Tischdekoration Anerkennung; bei gemütlicher Atmosphäre hatten nämlich Fröhlichkeit, Fairness, und Familie Vorrang und mancher genoss zum Abschluss noch einen leckeren FRIBI-Kafi !